Zwitscherlexikon

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Jetzt hören wir wieder das Pfeifen, Zwitschern und Tirilieren der Vögel. Bestimmt ist dir auch schon aufgefallen, dass jede Vogelart auf ganz eigene Weise kommuniziert. Welcher Vogel wie klingt, erfährst du hier!


Damit du die Vögel, die da vor deiner Tür zwitschern, unterscheiden kannst, haben wir zusammen mit dem Vogel-Experten und Vogelstimmen-Imitator Dr. Uwe Westphal ein Zwitscherlexikon zusammengestellt.


©Alpsdake CC-BY-SA

Die Bekassine


Diese Vogelart heißt Bekassine und ist der Vogel des Jahres 2013. Die Bekassine lebt in Feuchtwiesen und in Sumpfland. Zudem ist sie ein Zugvogel, sie zieht also im Winter in wärmere Gebiete. Diese Vögel fressen gerne Insekten und Würmer, die sie in feuchten Gebieten mit ihrem langen Schnabel im Boden suchen. Eine weitere Besonderheit der Bekassine ist die spitzkeglige Form ihres Eies.

Die Bekassine

©Malene CC-BY-SA

Der Dompfaff

Dompfaffen sind Vegetarier, sie futtern also nur Pflanzen. Junge Knospen mögen sie besonders gern. Sie nisten vorwiegend in Nadelwäldern, gelegentlich auch in Mischwäldern. Dompfaffen werden auch Gimpel genannt.

Der Dompfaff

©Cactus26 CC-BY-SA

Der Rotschwanz


Der Rotschwanz hat überwiegend Insekten auf dem Teller. Im Winter greift er aber auch zu Beeren und Nüssen. Rotschwänze nisten Höhlen. In bebautem Gebiet wohnen sie in Nischen und Mauerlöchern. Der Rotschwanz kam ursprünglich aus dem Gebirge in die Städte. Es gibt viele Arten Rotschwänze in der Welt. In Deutschland ist der Hausrotschwanz weit verbreitet.

Der Rotschwanz

©Smalljim, CC-BY

Die Heckenbraunelle

 

Die Heckenbraunelle ist ein Allesfresser. Sie nisten eher niedrig in Hecken an Waldrändern, in Parks und in dichten, jungen Laub-, Misch- und Nadelwäldern. Die Eier der Heckenbraunelle haben eine deutliche türkise Färbung. Dadurch sind sie sehr auffällig. Zudem brüten die Vögel zweimal im Jahr.

Die Heckenbraunelle

©Andreas Trepte CC-BY-SA

Die Dohle


Dohlen fressen am liebsten Insekten und deren Larven, Schnecken und Würmer. Sie nisten in Baumhöhlen oder Mauerlöchern, je nachdem ob sie in Wäldern oder Städten nisten. Dohlen leben zudem in Dauer-Ehe, das heißt sie suchen sich einen Partner und bleiben dann bei ihm.

Die Dohle

©David Iliff CC-BY-SA 3.0

Das Rotkehlchen und die Feldlerche


Das Rotkehlchen ist - wie der Name schon sagt - prima an seiner rötlichen Bauchfärbung erkennbar. Rotkehlchen fressen überwiegend Insekten wie Larven, Würmer oder auch Spinnen. Sie leben in dichten Wäldern oder in städtischem Gebiet in Parks.

Bei der Feldlerche stehen im Sommer vor allem Insekten auf dem Speiseplan. Im Winter frisst die Lerche aber auch pflanzliche Nahrung wie Körner und Nüsse. Lerchen sind Bodenbrüter. Sie scharren sich ein Loch, das durch Gras und Bewuchs gut getarnt ist. Die Lerche ist zudem ein Zugvogel.

Das Rotkehlchen und die Feldlerche

©Romate CC-BY-SA

Die Amsel und die Drossel


Ob Insekten oder Beeren, Schnecken oder Obst, die Amsel ist ein Allesfresser. Amseln nisten mit Vorliebe in Bäumen und Sträuchern. Amseln sind Zugvögel. Das heißt, sie fliegen in wärmere Gebiete, wenn ihnen zu kalt wird.

Von der Drossel gibt es viele verschiedene Arten, auf dem Bild ist eine Singdrossel zu sehen. Sie sind aber wie die Amseln Allesfresser. Insekten und Früchte stehen auf ihrem Speiseplan. Drosseln nisten in Bäumen und Sträuchern. Dafür bauen sie stabile Nester, die sie schön weich auskleiden.

Die Amsel und die Drossel

©Slawek Staszczuk cc-by-sa 3.0

Die Meise

Die Meise frisst sehr gern Insekten. Im Winter gehören aber auch fettreiche, planzliche Produkte wie Nüsse und Körner zu ihren bevorzugten Nahrungsmitteln. Diese finden sie häufig in den Futterhäuschen, die Menschen aufstellen. Genauso gerne wie sie Futterhäuschen nutzen, nehmen sie auch Nistkästen in Anspruch.

Die Meise

©Steffen Hannert CC-BY

Der Specht

Beim Specht stehen Nüsse, Samen und Insekten auf dem Speiseplan. Sie mögen auch Meisenknödel sehr gern. Der Specht sucht sein Futter unter anderem, indem er Löcher in Baumstämme hackt, um an die Würmer unter der Baumrinde zu kommen. Die so entstehenden Höhlen werden dann auch gerne als Nistplätze von Spechten und anderen Vögeln genutzt. Das Trommeln der Spechte kann in der Paarungszeit auch dem Beeindrucken weiblicher Spechte dienen.

Der Specht

©Magnus Manske unter CC-BY-SA

Der Spatz

Der Spatz frisst eigentlich Körner und Samen. Spatzenjunge bekommen jedoch Insekten gefüttert. In den Städten frisst er aber nahezu alles. Die Spatzen nisten überwiegend in Höhlen oder Nischen an Gebäuden oder auf Bäumen. Der Spatz wird auch häufig Sperling genannt.

Der Spatz